Lexikon: Wissen zur KFZ Versicherung

Begriffe zur KFZ Versicherung: Schaden bis Umweltzone



Schaden

Im Versicherungswesen unterscheidet man verschiedene Arten vonSchaden, z.B. Vermögensschaden, Personenschaden, immaterieller Schaden (die Verletzung höchstpersönlicher Rechtsfüter wie Leben, Körper, Gesundheut oder Selbstbestimmung) oder Sachschaden.

 

Schadenfreiheitsklasse fuer Partner

Wenn der Versicherte bereits ein Fahrzeug versichert hat, kann der Partner desjenigen bei der betreffenden Versicherung in eine bessere Schadenfreiheitsklasse eingestuft werden. Häufig ist es möglich, die SF-Klasse des Partners zu übernehmen. Oft ist das mit bestimmten Auflagen, wie einem gewissen Lebensalter, verbunden.

 

Schneeketten

Bei schneebedeckten und vereisten Straßen werden Schneeketten als Fahrthilfe auf die Reifen montiert, um ein Abrutschen oder Durchdrehen auf glattem Untergrund zu verhindern. Die netzartigen Ketten werden auf den Laufflächen der Reifen befestigt und bestehen aus Plastik, Textilien oder Stahl. Sie werden in Spur- oder Antriebsketten unterschieden und verstärken das Reifenprofil. Die Fahrtgeschwindigkeit für das Fahren mit Schneeketten ist in vielen Ländern gesetzlich begrenzt und liegt in Deutschland bei einer Höchstgeschwindigkeit von 50km/h.

 

Servolenkung

Die Servolenkung erleichtert das Lenken eines Fahrzeugs und ist heute in jedem neuen Kraftfahrzeug Teil der Grundausstattung. Vor ihrer Einführung musste gerade bei nierdrigen Geschwindigkeiten viel Kraft aufgewandt werden, um das Fahrzeug kontrollieren zu können. Es gibt drei Systeme, durch die die Servolenkung möglich ist: die mechanische Variante, die elektronische Variante und eine Kombination aus beiden.

 

Sonderkündigungsrecht

Das Sonderkündigungsrecht erlaubt das Auflösen eines Versicherungsvertrages auch dann, wenn eine ordentliche Kündigung nicht mehr möglich ist. Das ist zum Beispiel nach einer Beitragserhöhung, bei Veränderungen des Vertrages, beim Kauf eines Neuwagens oder bei vorausgegangene Schadensregulierungen der Fall.

 

Standschaden

Standschäden sind Schäden, die entstehen, wenn das Fahrzeug bzw. dessen mechanische Bauteile über einen längeren Zeitraum nicht bewegt wurden. Besonders empfindlich sind Reifen, Leitungen und auch der Tank, in dem sich kleine Schmutz- und Rostpartikel sammeln, die dem Zylinder schaden. Betroffen sind vor allem Garagenautos, Oldtimer und auch Cabrios.

 

Technische Prüforganisationen

Technische Prüforganisationen überprüfen zum Beispiel technische Anlagen und Geräte und erstellen unabhängige Gutachten in verschiedenen Bereichen der technischen Sicherheit. Sie sind im Kfz-Wesen für die Hauptuntersuchung von Fahrzeugen zuständig. DEKRA, GTÜ, TÜV und KÜS gehören unter anderem zu den amtlich anerkannten, deutschen Prüforganisationen.

 

Totalschaden

Wenn der Sachschaden so erheblich ist, dass der ursprüngliche Zustand des Fahrzeugs nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand oder nicht mehr erreicht werden kann, liegt ein technischer Totalschaden vor. Ein wirtschaftlicher Totalschaden liegt vor, wenn die Reparaturkosten eines Fahrzeugs die Differenz von Wiederbeschaffungs- und Restwert übersteigen.

 

Typklassen

Das objektive Risikomerkmal, das für die Berechnung von Versicherungstarifen, der Teil- und Vollkasko sowie der Kfz-Haftpflichtzugrunde gelegt wird, ist die Typklasse eines Fahrzeugmodells. Der Versicherungsbeitrag fällt umso höher aus, desto höher die Typklasse. Die Typklasse wird für jede Versicherungssparte jährlich von einem Treuhänder überprüft und zugeordnet. Zur Bestimmung der Typklasse werden folgende fahrzeugeigene Faktoren berücksichtigt: Art, Aufbau, Ausstattung, Hersteller, Hubraum, Motorleistung, Neuwert, Schadenhäufigkeit und Typ.

 

Überschlagschutzsystem

Da das Dach eines Cabrios nicht so stabil ist, wie das eines klassischen Kraftfahrzeugs, kann es bei einem Unfall nur wenig Schutz bieten. Daher müssen Cabrios über besondere Sicherheitsvorkehrungen verfügen, wie das Überschlagsystem. Das ist ein aktives Sicherheitssystem, das über mehrer Sensoren verfügt, welche die Lage des Fahrzeugs bestimmen (zum Beispiel durch den Beigungswinkel). Ziel ist es in jedem Fall eine möglichst schnelle Aktivierung des Überschlagssystems, das im Notfall einen Sicherheitskäfig um die Fahrgastzelle zu bildet, indem es die starren Überrollbügel ausfährt.

 

Umweltzone

Die Umweltzonenregelung soll die Reinstaubbelastung in besonders dicht befahrenen Stadtgebieten mindern und basiert auf der im März 2007 in Kraft getretenen deutschen Feinstaubverordnung. Seitdem gibt es in vielen deutschen Städten so genannte Umweltzonen, damit ist nur noch Fahrzeugen, die eine entsprechende Umweltplakette mitführen, das Befahren bestimmter Innenstadtstraßen gestattet.




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